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<channel><generator>iloblog 1.0</generator><title>Tansania Blog Feed</title><link>http://benjamin-in-tansania.jugendclub-rietheim.de/</link><description>Das Abenteuer hat begonnen. Seit 15. August absolviert mein Bruder, Benjamin Gaßner, sein Soziales Jahr im 1800m hoch gelegenen Bergdorf &lt;a href=&quot;http://maps.google.de/maps?f=q&amp;amp;source=s_q&amp;amp;hl=de&amp;amp;q=Tandala,+Kigoma,+Tansania&amp;amp;sll=-5.725311,34.068604&amp;amp;sspn=7.930013,14.27124&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;cd=2&amp;amp;geocode=FVWwsv8dkK7TAQ&amp;amp;split=0&amp;amp;ll=-5.998533,34.123535&amp;amp;spn=7.926144,14.27124&amp;amp;t=h&amp;amp;z=7&amp;amp;iwloc=A&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Tandala/Tansania&lt;/a&gt; nahe der malawischen Grenze. Dort arbeitet er als Schreiner in der örtlichen Diakoniestation und hilft den Einheimischen bei anfallenden Arbeiten in der Schreinerwerkstatt. Aufgrund der schlechten Internetversorgung in Tandala, konnte dieser Blog bislang nicht so genutzt werden, wie es im Vorfeld der Reise gedacht war. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Als erster Besucher aus Deutschland werde ich mitte März meinen Bruder für 4 Wochen in Tansania besuchen. Trotz bekanntlich schlechter Internetabdeckung werde ich versuchen, in kurzen Abständen über den Afrikabesuch mit Texten und Bildern zu berichten.  Viel Spaß beim Verfolgen dieser 4-wöchigen Reise.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Patrick&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description><item><title>Brrr, ist Deutschland kalt!</title><link>http://iloapp.jugendclub-rietheim.de/blog/benjamin-in-tansania?Home&amp;post=13</link><description><![CDATA[  Hallo miteinander, 
 
jetzt habt ihr mich also wieder. Nach 9h Flug von Dar es Salaam nach Amsterdam,
dortigem 7-stündigen Aufenthalt und einer weiteren Stunde Flugzeit von
Amsterdam nach Stuttgart, bin ich nun wieder gesund und munter in der Heimat angekommen.
Der Abschied von meinem Bruder fiel nicht ganz einfach, aber nach 4-wöchigem engem
Beisammensein ist er jetzt sicher auch froh, mich wieder unbeschadet in die
Heimat entlassen haben zu können.    Eine Übersichtskarte mit allen Wegpunkten soll die gesamte Rundreise nochmals ins Gedächtnis rufen:     (zum Vergrößern anklicken)  In der Summe haben wir in den 4 Wochen etwa 3000km zurückgelegt. Davon etwa 1/6 auf unbefestigten Straßen, die ich noch lange in Erinnerung behalten werde.  

 Dass ein Monat so schnell vorüber gehen kann, darüber war
ich gleichermaßen wie mein Bruder sehr erschrocken. Ihm bleiben jetzt nur noch
4 weitere Monate, bis sein 1-jähriger Aufenthalt auch bereits, wie er sagte,
viel zu schnell vorüber ist.  
Was wir aus den 4 Wochen mitnehmen, sind jede Menge Bilder und unzählige
Erinnerungen an die gemeinsame Rundreise. Dabei erinnere ich mich an einige,
besonders schöne, kuriose, eigenartige oder faszinierende Momente immer wieder.
Ein paar davon möchte ich mit euch teilen, ohne sie großartig zu kommentieren. 
 
Zweifelslos eine der schönsten Momente war das Wiedersehen am Flughafen mit
meinem Bruder, nachdem ich ihn seit August nicht mehr gesehen habe und ich ihn
eigentlich gar nicht bei der Abholung erwartet hatte.  
 
Die erste Konfrontation mit der Stadt Dar es Salaam und der tansanischen
"schwarzen" Gesellschaft.  
 
Überaus atemberaubend war die Landschaft rund um Tandala. Die grünen, saftigen
Wiesen, Felder und Berge, die von dunkelroten Lehmwege durchzogen werden, sind
wirklich ein faszinierend Anblick. 

 Sonntäglicher Gottesdienst umrandet mit afrikanischen
Chorgesängen und Rhythmen. 

 Fußballspielen mit afrikanischen Kindern auf einem überaus
holprigen Fußballplatz. 

 Essen in einem typisch einheimischen "Restaurant". 

 Wanderung und anschließendes Baden im Wasserfall vom Matema.
 

 Ein ganzes Dorf schaut, wie im Kino sitzend, auf dem
einzigen kleinen Farbfernsehgerät des Dorfes fern. 

 Wildtiere im NP Ruaha in ihrer natürlichen Umgebung
beobachten und fotografieren. Hier kommt man sich wie ein Eindringling vor. 

 Mit Einheimischen Champions League schauen. Da ist dann ne Stimmung. 

 Wie in Tansania mit Müll umgegangen wird. Er wird einfach
dort fallen gelassen, wo er gerade anfällt. Entsprechend schmutzig ist es
überall dort, wo Menschen leben.  

 Das türkisfarbene Wasser an den wunderschönen Palmenstränden
von Sansibar.  

 Auf dem Rücksitz eines Motorrades mit meinem Bruder über
Sansibar cruisen, ohne ein wirkliches Ziel zu haben, bis die Dunkelheit über
die Insel hereinbricht.  

 Frisch geöffnete Kokosnuss genießen. 

 Zu sehen, wie sich mein Bruder bereits in die afrikanische
Gesellschaft eingliedern konnte (Sprache, Lebensart). 

 Die furchtbar holprigen, vom Regenwasser ausgespülten Wege,
wenn man überhaupt Wege dazu sagen kann. 

 Immer und überall um Cent-Beträge feilschen. 

 Jedes 1,5te Mädchen ab 16 trägt bereits ein Kind auf dem
Rücken. 

 Überall hilfsbereite, freundliche und lebensfrohe
Menschen, die mit dem wenigen Besitz und Komfort den sie haben mehr als
zufrieden sind. Davon sollten sich viele Menschen aus der "1. Welt"
eine Scheibe abschneiden.  

 Abends mit meinem Bruder am Meer sitzen, ein Bier trinken,
über beider Alltage reden und feststellen, wie verschieden sie doch sind
und nebenbei in den Sternenhimmel schauen, der übrigens viel schöner als in
Deutschland ist (viel mehr Sterne).  

   

 Zurück in Deutschland fallen mir bereits nach dem ersten Tag
einige angenehme Dinge auf, die ich in Tansania ein klein wenig vermisst
habe.  

 Steckdosen, aus denen unermüdlich Strom fließt und
Lichtschalter, dessen Betätigen meistens irgendwo Licht ins Dunkle bringen.  

 Mit einem Kaffee, der mit nur einem Knopfdruck
vollautomatisch zubereitet wurde, und einem Toast mit selbstgemachter
Erdbeermarmelade am Frühstückstisch sitzen und die Tageszeitung lesen, die am Morgen
vollautomatisch im Briefkasten landete, dessen letzte 28 Kapitel ich verpasst
habe. 

 Straßen. Richtig gute, schlaglochfreie Straßen. 

 Die atemberaubende Geschwindigkeit des Internet.  

 Nicht immer und überall von Müll umgeben zu sein. 

 Ohne Moskitonetz zu schlafen. 

 Frisch duftende Kleidung aus dem Kleiderschrank anzuziehen. 

   

 In den ersten Tagen werde ich erst mal versuchen, die
Lebensart der Tansanier beizubehalten. Einfach in den Tag hineinleben, bis eine
Arbeit anfällt, die in keinem festgesetzten Zeitraum abzuarbeiten ist und
einfach so lange dauert, bis sie fertig ist. Zeit spielt in Afrika einfach
keine so immens wichtige Rolle. Vermutlich werde ich dies nicht lange
beibehalten können. Aber ich versuche es trotzdem.  

   

  An Benjamin:  

 Vielen, vielen Dank für die 28 tollen Tage, die ich mit dir
verbringen durfte, die gemeinsamen Abenteuer waren eine tolle Erfahrung für
mich. Ich bin sehr stolz auf dich, dass du diesen Schritt ins Ungewisse getan
hast. Du wirst dieses Jahr, wie wir auch schon mehrfach angesprochen haben, nie
bereuen. Ich wünsche dir für deine restliche Zeit alles Gute. Genieße jeden
einzelnen der dir noch verbleibenden Tage.  

   

 Mit diesem letzten Eintrag schließe ich nun diesen
Reiseblog. Ich hoffe, ich konnte damit allen Lesern ein wenig Afrika-/Reisefeeling
nahebringen. Bei allen Lesern bedanke ich mich für ihre Geduld und das
Feedback. Wer weiß, wo es das nächste Mal hingeht, vllt wird darüber wieder ein
Blog entstehen. 

   

 Viele Grüße, 

 Patrick Gaßner 
 ]]></description><pubDate>Wed, 14 Apr 2010 08:28:12 +0200</pubDate><category>Afrika</category></item><item><title>Letzter Gruß aus Tansania</title><link>http://iloapp.jugendclub-rietheim.de/blog/benjamin-in-tansania?Home&amp;post=12</link><description><![CDATA[ Ein letztes hallo miteinander aus Tansania,  nach 4 Wochen Rundreise geht die gemeinsame Zeit mit meinem Bruder zu Ende.  Nach der letzten Nacht in Stone Town, Sansibar, sind wir nun wieder in Dar es Salaam angekommen, von wo aus wir uns nun gleich auf den Weg zum Flughafen machen, wo wir uns vor 28 Tagen nach einem halben Jahr wieder gesehen haben. Dort trennen uns unsere Wege, aber ich versichere, ihm gehts hier gut. 28 Tage, in denen wir viele gemeinsame Erlebnisse hatten, werden uns sicher lange in Erinnerung bleiben.  Deutschland, bald hast du mich wieder. Ich grüße noch ein letztes Mal aus Tansania. Der Schlusseintrag wird dann noch folgen.  Viele Grüße,  Patrick  
 ]]></description><pubDate>Sun, 11 Apr 2010 19:41:42 +0200</pubDate><category>Afrika</category></item><item><title>Zurück in Stone Town, letzter Tag vor Rückflug</title><link>http://iloapp.jugendclub-rietheim.de/blog/benjamin-in-tansania?Home&amp;post=11</link><description><![CDATA[  Hallo miteinander, 

 heute melden wir uns wieder aus Stone Town, der sansibarischen
Hauptstadt, wo wir noch die letzte Nacht verbringen, bevor es für mich nach 4
Wochen Tansania wieder zurück nach Deutschland und für meinen Bruder wieder
zurück nach Tandala geht. Nach dem 2-tägigen Aufenthalt in Kenwa ging es am
Mittwoch mit dem Dalla Dalla wiederum über Stone Town in den Süden, nach
Bwejuu. Dass wir für die erste Taxifahrt wirklich einen „Nzungu bei“ bezahlt
hatten, offenbarte sich sehr schnell beim Bezahlen der Dalla Dallas. Für nur
8000 TSH kamen wir vom Norden in den Süden. Umgerechnet etwa 4€. Die Dalla
Dallas auf Sansibar sind kleine LKWs, dessen Ladefläche mit Dach und Bänken
ausgebaut sind. Platz bieten sie für gut 20 Personen, wenn man eng zusammen
rückt. Und eng bedeutet hier, wirklich eng. Da dies das Transportfahrzeug Nr.1
ist, ist fast jeder Dalla Dalla immer voll. Während der Platz auf der
Personenladefläche beschränkt ist, bietet das Dach jedoch fast uneingeschränkte
Transportmöglichkeiten. Dies bedeutet, es wird so viel gestapelt, wie nur geht.
 

 Im Süden angekommen bezogen wir Quartier in einem kleinen
Resort eines Deutschen, der derzeit im Heimaturlaub war. 2 Bungalows und
ausnahmsweise sehr freundliche Servicekräfte, im Gegensatz zum Nordteil der
Insel, vermittelten sofort familiäres Ambiente. Wir waren die einzigen Gäste.
Den Nachmittag verbringen wir am Strand und Waschen wieder mal Wäsche. Hier ist
Ebbe und Flut deutlicher bemerkbar, als an der Westküste. Mehr als Plantschen
ist hier bei Ebbe nicht möglich, während man die Gezeiten an der Westküste kaum
wahrnimmt.  

 Den Donnerstag nutzen wir zum Relaxen und Ausruhen. Aber uns
wird schnell klar, dass uns bei einem Tag am Strand oder im Bungalow schnell der
Himmel oder die Decke auf den Kopf fällt. Daher beschließen wir, uns am Freitag
den Sansibarischen Fahrtwind um die Ohren wehen zu lassen und mieten für 40$
kurzerhand eine Honda XLR 250ccm. Ich auf dem Rücksitz sitzend, geht die Fahrt
zunächst in den Jambani -Nationalpark. Dort bekommen wir ne Führung zu den
Stummelschwanzaffen, die es nur auf Sansibar gibt, und in die Mangroven- und
Mahagoni-Wälder. Es war nett anzusehen, aber mehr auch nicht. Weiter geht es an
die Südküste und von dort aus an der Ostküste nordwärts zurück, bis in die
Dämmerung hinein. War super. Insgesamt 120km auf sansibarischen Asphaltwegen gecruised.
( GPS-Track anschauen ) 

 Heute Morgen mussten wir Bwejuu nach 3 Nächten wieder
verlassen. Zu Fuß, bei 30° und vollbepackt, marschierten wir zur nächsten
Hauptstraße. Das Duschen nach dem Frühstück war schon nach 3 Minuten für die
Katz. Dort angekommen warteten wir im Schatten eines Busches auf den nächsten
Dalla Dalla. Während mein Bruder eine Wartezeit von über 1h prophezeite, war
ich weniger skeptisch und tippte auf nur 15 Minuten. Ich behielt recht.
( GPS-Track anschauen ) 2h später und bei strömendem Regen suchten wir unseren
Weg durch das Stone Town-Labyrinth zum Hotel, in das wir bereits bei der
Ankunft auf Sansibar eincheckten. Hier sitz ich nun auf der Dachterrasse, die
Sonne scheint, und ich schreibe am vorletzten Tag den vorletzten Eintrag aus
Tansania.  

 Abschließend noch ein paar Bilder aus Sansibar. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 Viele Grüße, 

 Patrick und Benjamin 
 ]]></description><pubDate>Sat, 10 Apr 2010 16:13:05 +0200</pubDate><category>Afrika</category></item><item><title>Haus am Meer</title><link>http://iloapp.jugendclub-rietheim.de/blog/benjamin-in-tansania?Home&amp;post=10</link><description><![CDATA[  Nachtrag: GPS-Track von der Fährfahrt Dar es Salaam - Sansibar ( GPS-Track ansehen )  GPS-Track Stone Town ( GPS-Track ansehen )  ----------   Nach einer sehr unangenehmen Nacht in Stone Town (musste
mich dem Abendessen entledigen), ging es bereits um 8:00 am Montag mit dem
Privaten Kleinbus für 20$ (Mzungu bei = „weißer Preis“) in den Norden von
Sansibar. Im Preis inbegriffen war, das Besichtigen von sämtlichen Hotelanlagen
solange bis wir uns für eins entscheiden. Erst an der zweiten Haltestelle sagte
uns eine Bungalowanlage mit riesigen Zimmern (und mit riesig mein ich wirklich
riesig) direkt am Strand zu. Der Preis sollte zunächst 50US$ betragen.
Daraufhin versuchte mein Bruder auf Suaheli sich mit dem Manager auf 45$ zu
einigen. Dies sprach ihm jedoch nicht so ganz zu, woraufhin er 50.000 TSH für
besser hielt. Dies war uns dann gleich recht, denn 50.000 TSH entsprechen etwa
38$. Und so bezahlten wir auch gleich 2 Nächte und genossen den restlichen Tag
die tansanische Sonne am weißen Sandstrand und dem Türkiesesten (gibt’s dieses
Wort??) Meerwasser, das ich bislang gesehen habe.   

 

 

  Da der heutige Dienstag sehr verregnet begann und ein
Sonnenbaden quasi nicht möglich war, was uns aber aufgrund der angenehmeren
Tagestemperatur gleich recht war, entschieden wir uns für einen Ausflug ins
nahegelegenen Dörfchen Nungwi. Kaum waren wir vom Hotel entfernt, begann es
auch gleich wieder die gesamte 1km-Fussmarschstrecke zu regnen. Ich habe mich
mittlerweile leider immer noch nicht daran gewöhnt, dass es auf jeder Strecke
sinnvoll ist, egal wie lange oder kurz, einen Regenschirm oder eine Regenjacke
mitzunehmen. Und so kamen wir halt bis auf die Haut durchnässt an der
Bushaltestelle an. Freundlicherweise wurden wir von nem Kleinbus for free die
weitere Strecke von 3km mitgenommen. Nach einem kleinen Dorfbummel im völlig
überschwemmten Nungwi, (knöcheltiefe braune Pfützen, die ab und zu einfach
nicht umgangen werden können) gönnten wir uns noch eine frisch geöffnete
Kokosnuss und machten uns dann auch wieder auf den Heimweg. Die Sonne zeigte
sich heute leider erst, als sie im Meer zu versinken begann, dafür benötigten
wir heute auch keine Sonnencreme. Aber ich bin ja schließlich auch nicht zum
Sonnenbaden nach Tansania gereist. Morgen geht’s über Stone Town in den Osten,
wo wir wiederum 3 Nächte verbringen wollen.   

 Grüße aus dem bewölkten Kendwa, 

 Patrick und Benjamin 

   

 PS: Betreffend Urlaubspostkarten: Eigentlich ist es bei
Urlaubsreisen ja schon fast zu einer Pflicht geworden, Postkarten an die
Zuhausegebliebenen zu schreiben. Da ich allerdings mal wieder keine Lust hab,
15x das gleiche zu schreiben, werde ich es diesmal anders machen. Hiermit
erteile ich JEDEM Leser des Blogs die Lizenz, ein ihm gefallendes Bild
auszudrucken, und dies dann an seine Urlaubspostkartenpinnwand zu hängen. Somit
ist jeder selber dafür verantwortlich, dass die Karte vor meiner Rückkehr an
der Urlaubspostkartenpinnwand hängt. Die Grüße dürfen frei erfunden werden, beim
nächsten Besuch werde ich dann die Karte noch unterzeichnen. Auf diese Weise
erhält jeder das Urlaubspostkartenmotiv, welches ihm/ihr am besten gefällt, und ich
hab keinen Stress mehr in Tansania.  
 
    
 ]]></description><pubDate>Tue, 06 Apr 2010 19:03:42 +0200</pubDate><category>Afrika</category></item><item><title>Schönen Abend aus der Livingstone Bar</title><link>http://iloapp.jugendclub-rietheim.de/blog/benjamin-in-tansania?Home&amp;post=9</link><description><![CDATA[ Hallo miteinander, 
Heute gibt es also mal 2 Einträge. Sitzen gerade in der Livingstone Bar in Stone Town und genießen bei 25 Grad und gratis W-Lan noch ein Bier direkt am Strand. Das wollte ich jetzt einfach noch loswerden. Schöne Ostern, Patrick und Ben  
 ]]></description><pubDate>Sun, 04 Apr 2010 21:25:57 +0200</pubDate><category>Afrika</category></item><item><title>Frohe Ostern aus Sansibar!</title><link>http://iloapp.jugendclub-rietheim.de/blog/benjamin-in-tansania?Home&amp;post=8</link><description><![CDATA[ Hallo zusammen,  zunächst wünschen wir euch mal Frohe Ostern aus Sansibar.   Nach unserer Safari am Mittwoch und Donnerstag, haben wir uns einen Tag Auszeit in einem etwas teureren Hotel in Iringa geleistet, um uns von Schlaglöchern und mangelnder Federwirkung der Stoßdämpfer zu erholen. Am Samstag ging es dann bereits um 6:00 mit dem Reisebus wieder zurück nach Dar es Salaam. Das Ticket war billig, der Bus daher auch. Zu allen Fenstern zog es mächtig in den Innenraum, bei Tempo 120 merkt man das dann schon sehr. Egal. Nach nur 8h Busfahrt kamen wir dann auch schon in Dar an. In der Zwischenzeit hat hier auch die Regenzeit einzug gehalten. Das heißt, geeignetes Schuhwerk notwendig. Entweder Gummistiefel, Sandalen oder FlipFlops. Denn es regnete wiederum so stark, dass die hiesige Kanalisation überfordert war und die Regenmassen nicht mehr abtransportieren konnte. Anfänglich versuchte ich beim Laufen durch die Stadt noch den tiefen Pfützen auszuweichen, nach 10 Minuten war es dann egal. Als wir unser Ticket für die Fähre am nächsten Tag kaufen wollten, wurden wir schon viele Meter vorher von Einheimischen empfangen, die uns unbedingt die billigste und natürlich auch schnellste Fähre nach Sansibar andrehen wollten. Billig hin, schnell her. Wir entschieden uns für das am seriösesten wirkende Büro. Und da sollte es am nächsten Tag sogar kostenlose Verpflegung während der Wartezeit geben. Wir hatten uns also richtig entschieden.   Am Sonntag Nachmittag fuhr dann die Fähre um 12:30 Uhr in Dar ab und kam nur 2h später in Stone Town (Sansibar) an. Bereits vor dem Verlassen wurde uns klar, das gibt wieder Stress. Das große Gepäck konnte während der Fahrt in einem speziellen Gepäckraum untergebracht werden, der nicht sehr groß und daher auch relativ schnell ziemlich voll war. Und wie es halt so ist, wollten die Personen, die als erstes auf der Fähre waren, und deren Gepäck folglich ganz hinten ist, die Fähre auch wieder als erstes Verlassen. Ich rege mich mittlerweile gar nicht mehr darüber auf und schaue einfach genüsslich zu. Und so waren wir zwei von den letzten, die die Fähre verließen.   Am Hafenausgang bahnte sich dann schon der nächste Stress an. Hier warten die Taxifahrer und die vermeintlichen Fremdenführer wie Geier auf ihre Beute. Wir veruchten alle Taxifahrer abzuwimmeln und allen Fremdenführern aus dem Weg zu gehen. Wir scheiterten. Schon begleitete uns ein Einheimischer durch die verwinkelten Gassen von Stone Town. Für jemanden, der gerade erst angekommen ist, ist es hier wie im verrückten Labyrint. Und trotzdem wir ihm unser Ziel klar und deutlich mitteilten, führte er uns natürlich woanders hin. Und nicht am Hotel unserer Wahl angekommen, wurden wir etwas unfreundlich zu ihm, er solle uns sofort dorthin führen, wo wir hin wollten. Und plötzlich ging es auch. Endlich angekommen um Hotel unserer Wahl fanden wir ein 3 Stöckiges  Hotel mit offener Dachterasse vor, sehr nettes Ambiente. Hier bleiben wir nun die erste Nacht. Heut abend gehts noch in die Stadt auf Futtersuche, falls dies also der letzte Blogeintrag sein sollte, haben wir uns irgendwo verlaufen. Morgen wollen wir in den Norden hoch. Anschließend den Osten und Süden anschauen.  Wir melden uns wieder. Bilder folgen.  Viele Grüße. Patrick und Benjamin  
 ]]></description><pubDate>Sun, 04 Apr 2010 16:16:38 +0200</pubDate><category>Afrika</category></item><item><title>Ruaha Nationalpark</title><link>http://iloapp.jugendclub-rietheim.de/blog/benjamin-in-tansania?Home&amp;post=7</link><description><![CDATA[ Hallo miteinander, am Mittwoch und Donnerstag haben wir also unsere geplante Safari unternommen. Der Blogeintrag darüber soll sich hauptsäachlich auf Bilder beschränken.   Kurze Information zur Safari: Mittwoch um 10:00 gings los zusammen mit einem jungen Dänen, der hier sein Auslandssemester macht. Somit konnten wir die Kosten durch 3 teilen. Zuerst wurde noch bisschen was eingekauft, da wir uns aus Kostengründen zur Selbstverpflegung entschlossen hatten. 2,5h bis zum Gate, davon 2h auf übelstem Feldweg, ein Grauss. Dann Safari bis um 19:00, Kochen über offenem Feuer, Essen, Übernachtung in kleinen Blechhütten, war aber die erholsamste Nacht seit langem, leider war sie schon um 5:30 vorbei, Frühstück, 6:30 ging es dann schon wieder los, bis um 14:00, Rückfahrt 2,5h über die selbe Straße, ich hopple glaub immernoch.  Weitere Reiseplanung: am Samstag gehts von Iringa nach Dar es Salaam, von wo aus wir dann am Sonntag nach Sansibar übersetzen möchten. Dort erholen wir uns von den anstrengenden 3 Wochen und ich bereite mich auf die Heimreise vor. Von Sansibar wird dann der nächste Eintrag folgen.
  
Viele Grüße von Patrick und Benjamin
 

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 ]]></description><pubDate>Fri, 02 Apr 2010 10:57:20 +0200</pubDate><category>Afrika</category></item><item><title>Habari za leo?</title><link>http://iloapp.jugendclub-rietheim.de/blog/benjamin-in-tansania?Home&amp;post=6</link><description><![CDATA[ Hallo miteinander,
  nachdem ihr nun lange Zeit kein Lebenszeichen von uns gehört habt, melde ich mich heute aus Iringa mit einem etwas längerer Blogeintrag mit hoffentlich entsprechend vielen Bildern (wenn der Upload funktioniert).
  Nach einem 15-stündigen Busfahrmarathon  (Teil-GPS-Track ansehen)  sind wir heute in Iringa angekommen, von wo aus wir unser nächstes Highlight, eine Safari, planen und organisieren möchten. Die letzten Tage haben wir in dem wunderschönen, von grünen Bergen umgebenen kleinen Fischerdörfchen Matema, direkt am Nyassa-See verbracht. Leider waren wir hier von der Außenwelt so gut wie abgeschnitten, ohne Internet- und ohne Mobilfunkverbindung.
  Matema liegt eigentlich nur einen Fußmarsch von etwa 12h Dauer von Tandala entfernt, dieser lässt sich aber in der Regenzeit nicht begehen, sodass wir am Mittwoch, 24.03., mit den öffentlichen Verkehrsmitteln aus Tandala abreisen mussten. Bereits um 8 Uhr ging es mit einem kleinen Linienbus von Tandala aus nach Njombe, der eigentlich für 20 Personen platz bot, aber mit mindestens 40 Personen besetzt war. Bereits am ersten Berg, der Anstieg aus Tandala, mussten alle Insassen den Bus wieder verlassen und die steile, rutschige, von Schlaglöchern und Spurrinnen gesäumte Straße zu Fuß bewältigen, da der Bus mit diesem Gewicht vor der Steige kapitulierte. In Njombe angekommen unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang zum wunderschönen Wasserfall. Natürlich wurden wir auch hier wieder nass. Früh am Donnerstag morgen machten wir uns mit ähnlich kleinem Bus aber auf besseren Straßen auf den Weg von Njombe nach Mbeya. Von Mbeya ging es vorbei an Bananen-, Tee- und Kakaofeldern über Tukuyu und Kyeta, schließlich nach Matema, wo wir gegen 17:00 ankamen. Direkt am See gelegen gibt es hier eine Lutherisches Gästehaus. Wunderschöne Lage, leicht grober Sandstrand, von der linken Seite blicken die mächtigen Berge auf den See hinab, Häuschen direkt am Strand (man kann beim Einschlafen den Wellen lauschen), mind. 30°C im Schatten, kein Regen. Hier wollten wir uns von den bisherigen Reisestrapazen etwas erholen. Am Freitag war dann der erste Waschtag. Ab sofort trage ich meine Kleidung doppelt so lange, denn es geht mächtig in die Arme, wenn man seine Wäsche von Hand waschen muss. Freitag Abend gabs dann noch Abendessen in einem örtlichen Restaurant. Ihr ahnt schon was jetzt kommt: es war ein Bretterverschlag, Türen und Fenstern aus Stofffetzen, Bänke und Tische aus Brettern, kein Strom. Hier aßen wir Kochbananen mit Schweinefleisch. Sehr lecker. Der Samstag diente zum relaxen am Strand, nebenbei lernte ich ein bisschen Suaheli. Habari za leo? (Neuigkeiten vom Tag – Grußformel auf Suaheli). Am Abend wollten wir uns in Matema noch Bier besorgen. Der einzige Laden, der hier Bier verkauft ist hier eine Bar, die zugleich die einzige öffentliche Einrichtung mit Fernsehen ist. Entsprechend groß ist hier der Andrang. Alle Besucher saßen hier wie im Kino unter einer Art Terrasse und blickten gespannt in den winzigen Farbfernsehr. Ein Bild, das ich so schnell nicht vergessen werde.

  
  
  
  
 
  Am Sonntag folgte dann das bisherige Highlight in Matema. Bereits um 9:00 Uhr machten wir uns mit einem einheimischen Guide auf den Weg zu Wasserfall von Matema. Ihr merkt, Wasserfälle gibt’s hier viele. Aber es sollte sich lohnen. Zunächst in Richtung der Berge liefen wir an Bauernhäusern, Feldern auf denen Kakao, Bananen, Kartoffeln usw. angebaut werden, vorbei, bevor der Weg wir schließlich am Fuße eines Berges in eine Schlucht abbog. In der Mitte der Schlucht floss ein kleiner Bach aus dem Dschungel heraus. Immer weiter ging es an diesem entlang, mit ständigem Wechseln der Uferseiten über das Wasser. Für uns war der Weg sogar mit Wanderschuhen eine Herausforderung, unserem Guide genügten abgelatschte Sandalen, um uns beinahe abzuhängen. Immer tiefer ging es dann in die Schlucht hinein, oft waren sogar unsere Kletterkünste gefragt. Irgendwann hob sich aus den Fließgeräuschen des Baches ein Rauschen hervor, das immer lauter wurde. Das Ziel war nahe. Noch eine letzte Klettereinlage und wir waren am Ende der Schlucht angelangt. Wir erstarrten fast beim Anblick eines wunderschönen Wasserfalls, der sicher aus 50m Höhe sein Wasser in ein kleines Becken warf. Dieser Anblick belohnte die Rennerei durch den Dschungel (1,25h, normale Touristen bewältigen die Strecke wohl in 2h) und wir konnten uns im trüben Wasser eine wohlbekommende Erfrischung gönnen. Benjamin sagte gar, so stelle er sich das Paradies vor. Und es war wirklich genial. Nach einem Aufenthalt von 1/2h ging es dann wiederum im Eiltempo (1h) zurück. So schnell hat unser Guide die Strecke wohl noch nie mit Touristen bewältigt. 
  Soviel für heute,
 viele Grüße aus Iringa,
 Patrick und Benjamin

  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
   
 ]]></description><pubDate>Mon, 29 Mar 2010 22:26:20 +0200</pubDate><category>Afrika</category></item><item><title>Rund um Tandala</title><link>http://iloapp.jugendclub-rietheim.de/blog/benjamin-in-tansania?Home&amp;post=5</link><description><![CDATA[  Hallo miteinander. 
Den heutigen Blogeintrag möchte ich zunächst mit ein paar Bildern beginnen,
damit ihr bisschen ne Vorstellung habt, wie und wo ich derzeit wohne und lebe: 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
  In der Küche beim
Kaffee kochen 

  
 
   Herd 

 
 
  Warmwasser-Solaranlage 

 
  
 Diakonie-Station 

 

  
 
 Blick auf Tandala 

 

  
 Wohnhaus von Benjamin
und Matthias 

 

  
 
 Nachbarskinder beim
Lernen 

  
 
Derzeit befinde ich mich in Tandala, einem tansanischen Bergdorf auf 1800m Höhe
und etwa 1500 Einwohner. Tandala besitzt ein in Tansania hoch angesehenes Teachers
College, eine Schule für Grundschullehrer, die etwa weitere 500 angehende
Lehrer pro Jahr beherbergt und ausbildet. Das Dorfbild hier ist nicht mit
unserem zu vergleichen. Die Häuser hier sind sehr verstreut und Straßen
geschweige denn Straßennamen gibt es hier nicht, befestigte Straßen sind nicht
vorhanden. Die Erde besteht hier aus rotem Lehm, der bereits bei trockenem
Wetter sehr rutschig und glatt ist. Die Fußwege und Straßen gleichen eher einem
ausgetrockneten Bachbett. Regnet es dann, verwandeln sich die Wege und Straßen
in Bäche und werden derart rutschig, wie ich es nur von Glatteis kenne. Desweiteren
ist in Tandala eine Diakoniestation ansässig, die für die Koordination der
Diakonischen Hilfsprojekte und Ausbildung von Einheimischen zuständig ist. Die
Diakoniestation ist für meinen Bruder und die Freiwilligen hier quasi
Arbeitgeber und betreuendes Organ. Derzeit sind mein Bruder, als Schreiner, und
Matthias, zur Unterstützung der alltäglichen Diakoniearbeiten hier stationiert.
 

 Gewohnt wird in einer Ziegelhütte mit Küche, Wohnzimmer,
Badezimmer, Abstellraum, 2 Schlafräumen und einer großen Terrasse. Strom gibt
es nur abends zwischen 19 und 23 Uhr von einem Dieselgenerator. Während diesem
Zeitraum müssen also alle elektronischen Geräte geladen werden, die man beabsichtigt
am nächsten Tag zu benutzen. Fließend Wasser ist hier vorhanden, Warmwasser
wird über eine Solaranlage erhitzt und reicht für das Duschen von 3 Personen
aus. Einen Kühlschrank gibt es nicht, gekocht wird auf einem Gasherd,
alternativ dazu ein Feuerherd. Heizen lässt sich das Wohnhaus nur durch einen
Kamin.  

 Wanderung zum Hausberg, 20.03.2010 -  GPS-Track anschauen   

 Tandala besitzt 2 direkt ans Dorf angrenzende Berge, die von
unten so wirken, als wollten sie unbedingt erklommen werden. Diese Nachricht
gaben sie auch bereits beim ersten Anblick an mich weiter und so begaben wir
uns am Samstag auf die Wanderung mit der Absicht, beide Berge in einer Etappe
zu meistern. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns um 12 Uhr bei
sonnigen 30°C auf, um Höhenluft zu schnuppern. Anfangs ging es auf der
Hauptstraße noch sehr gemütlich bergauf an vereinzelten Häusern vorbei, bevor
es dann im Schatten der Wälder steiler bergauf ging. Das erste Etappenziel,
eine Aussichtsplattform auf halbem Wege zum Gipfel des ersten Berges war nach
etwa einer 3/4h bereits erreicht. Von hieran sollte es jedoch langsamer
vorwärts gehen. Wie bereits erwähnt, ist in Tandala momentan Regenzeit. Und was
heißt das? Richtig. Pflanzen wachsen dann hier fast doppelt so schnell, sodass
hier ein Weiterkommen ohne Panga (Machete) nicht möglich war. Diese hatte mein
Bruder natürlich bei sich und begann den weiteren Weg durch Mannshohes Gestrüpp
freizuschlagen. Eine weitere Stunde ging es so bergauf, mit gelegentlichem
Suchen von Umwegen aufgrund zu dichtem Gestrüpp, bevor wir mit einem
Panoramablick auf Tandala und die umgrenzende Gegend belohnt wurden. Der
Abstieg vom ersten Gipfel konnte dann entspannter, ohne übermäßigen Einsatz der
Panga, absolviert werden. Bereits beim Abstieg ließen in der Ferne aufkommende
Wolken nichts Gutes verheißen. Kurz nach dem Aufstieg zog Nebel auf und es
begann zu regnen. Aufgrund des hohen Bewuchses wurden wir ab sofort von oben
und unten nass. Und zwar richtig. Sodass wir uns entschlossen, umzukehren und
die Tour abzubrechen. Wieder zuhause angekommen, konnten wir nur von Glück
reden, umgekehrt zu sein, denn es regnete wieder wie aus Kübeln. 
 
  
 
 
  
 
 
  
 
 
  
 

 Erstes einheimisches Restaurant – 21.03.2010 

 Am Sonntag wollten wir uns zum Abendessen etwas Luxus gönnen
und nicht selber Kochen, sondern in Tandala ein Restaurant besuchen um
einheimisch zu Essen. Ein Restaurant in Tandala sieht folgendermaßen aus: eine
kleine Hütte (10m²)mit einer kleinen Theke die gleichzeitig als Schrank dient,
ein Tisch, links und rechts vom Tisch ein Sofa, und das wars. Vor dem Haus
befindet sich die Kochstelle, mit Feuerstelle und verschiedene Töpfe auf dem
Boden. Ich bestellte mir, ganz einheimisch, Maisbrei mit Fleisch und Bohnen. Ich
bekam einen weißen Klumpen Maisbrei, ein Schälchen Bohnen und ein Schälchen mit
2 kleinen Stückchen Fleisch und Soße. Kein Löffel, keine Gabel, kein Messer.
Also, ganz einheimisch, mit der Hand essen. Fleisch war sehr gut, die Bohnen
waren auch gut, der Maisbrei ist nicht unbedingt mein Favorit. Nächstes Mal werde
ich wohl Reis nehmen. Leider konnte ich von dem Restaurant keine Bilder machen,
sodass eure Vorstellungskraft ausreichen muss. 

 Wanderung zum Wasserfall – 22.03.2010 -  GPS-Track anschauen   

 Gleich nach dem Frühstück, um aufkommendem Regen
möglicherweise zu entgehen, machten wir uns heut auf den Weg zu einem nahegelegenen
Wasserfall. Arg viel möchte ich darüber nicht berichten, und mehr die Bilder
erzählen lassen. So viel sei gesagt, wir wurden auf dem Rückweg wieder nass.
Trotzdem war es eine tolle Wanderung in wunderschöner Natur.    
 
  
 
 
  
 
 
  
 
 
  
 
 
  
 
 
  
 



   
 ]]></description><pubDate>Mon, 22 Mar 2010 12:42:41 +0100</pubDate><category>Afrika</category></item><item><title>Makaribu Tandala! (Willkommen in Tandala!)</title><link>http://iloapp.jugendclub-rietheim.de/blog/benjamin-in-tansania?Home&amp;post=4</link><description><![CDATA[  Heute melde ich mich also zum ersten Mal von Afrikanischem
Boden aus und werde einfach über die bisherigen, erwähnenswerte Reiseabschnitte
chronologisch berichten. 

 Am Montag ging es also pünktlich um 6:40 von Stuttgart aus
nach Amsterdam. Nach 3h Aufenthalt in Holland ging es dann auf den bisher
längsten Reiseabschnitt meines Lebens. 8h Flug von Amsterdam nach
Kilimanscharo-Airport beanspruchten meine Pomuskeln ganz schön, es sollte aber
noch schlimmer werden ;-). Nach einer 3/4h wurde nach der Zwischenlandung der
letzte Flugabschnitt in die tansanische Hauptstadt Dar-es-Salaam absolviert.
Bereits beim Gang durch die Ausstiegsröhren spürte ich, dass in Tansania aktuell
Sommer ist. Drückende Hitze machte das Atmen schwer. Noch „kurz“ das Visum
bezahlen, es dauerte nur gefühlte 3h, und schon wurde ich mit der bisher
größten Überraschung konfrontiert, die diese Reise bislang bieten konnte. Nachdem sich die Türen des Ausgangs öffneten,
hielt ich Ausschau nach jemandem, der mich mit meinem Namen empfangen sollte,
allerdings hielt keiner der dort stehenden Tansanier meinen Namen empor, sodass
ich abermals versuchte auf den Schildern meinen Namen zu erkennen. Leider war
der zweite Versuch ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt. Beim enttäuschenden
Blick zur Seite bemerkte ich jedoch eine Gestalt, die ein mir wohl bekanntes T-Shirt mit der
Aufschrift „hg-solar“ trug. Mein Bruder. Was für eine Überraschung.
Anschließend ging es dann mit einer sehr rasanten Taxifahr ins Zentrum und in
das Luther-House, einem Gästehaus für Jugendliche Reisende. Gutes Zimmer, noch
bissel geplaudert, bevor der anstrengende Tag zu Ende ging.    

 Nach dem Frühstück konfrontierte mich mein Bruder bei einem
Stadtspaziergang gleich mit dem afrikanischen Stadtleben. Für jemanden, der
sich das erste Mal als Weißer in einer schwarzen Gesellschaft bewegt, ist dies
zunächst sehr respekteinflößend. Es mischt sich der Geruch der Großstadt
(Diesel, Müll, Meer) mit dem Lärm (Motoren, pfeifende tansanische
Straßenverkäufer) und die Hektik des Stadtlebens. Zu den pfeifenden
Straßenverkäufern ist noch zu erwähnen, dass eigentlich jede 3. Person, der man
auf der Straße begegnet, entweder Wasser, Obst, Kekse, Kokusnüsse, oder sonstiges
verkauft. Anschließend lernten wir dann noch die Tücken beim Versenden eines
kleinen Päckchens kennen, dessen Postaufgabe sich über 1,5h zog. In der
Gluthitze von 30°C, im Schatten, genossen wir noch eine frisch geöffnete
Kokosnuss und ich fing mir trotz Creme schon den ersten Sonnenbrand ein. Naja,
wer aus dem deutschen Winter in den afrikanischen Sommer fliegen muss und
gleich den halben Tag in der Sonne spaziert, dem muss es wohl so gehen.    

 Den zweiten Tag verbrachten wir mit dem Kauf des Bustickets.
Da sich die Verkaufsstation etwa 8km Stadtauswärts befindet, diente ein Taxi
zur Streckenbewältigung. Zum ersten Mal bekam ich die mir bis dahin nur aus TV
bekannten Elendsviertel „Slums“ einer afrikanischen Großstadt zu Gesicht.
Erschreckend. Wohl dem, der in Deutschland eine 1-Zimmer-Wohnung bewohnt. Am
Nachmittag verbrachten wir in einem klimatisierten Einkaufszentrum für die
Oberschicht Dar-es-Salaams. In einem Ladenkomplex, ähnlich dem Blautalcenter in
Ulm, konnten wir einen Internet-Stick erwerben, mit dem ich momentan online bin
(Tansania EDGE sei Dank, Netzabdeckung sehr gut).      

 Am Donnerstag sollte dann meine bislang längste Busfahrt
folgen, die ich bislang mitgemacht habe. Um 6:45 fuhr der Reisebus, nicht mit
unseren luxuriösen Reisebussen in Deutschland zu vergleichen, An den Slums
vorbei, führte uns die Busfahrt immer tiefer ins Landesinnere. Mit der Tiefe
wuchs die Intensität der Farbe Grün. Vorbei an Palmenfeldern, durch den
Mikumi-Nationalpark (Giraffen, Antilopen und Affen bekamen wir in weiter Ferne
zu sehen), Aufstieg nach Iringa. Der Busfahrer machte den Anschein, als flüchte
er von seiner Frau. Mit nicht übertriebenen 100-120km/h schossen wir den
holprigen Highway entlang. Kilometer für Kilometer, Höhenmeter für Höhenmeter
näherten wir uns Njombe, wo wir nach 10h endlich ankamen. In Njombe verkürzten
wir mit dem ersten Einheimischen Essen die Wartezeit auf unsere
Mitfahrgelegenheit im Jeep nach Tandala. Weitere 2,5h Jeepfahrt auf
Lehmstraßen, überfüllt von Schlaglöchern (50cm) und Fahrrinnen (mehrere Meter
lang und ähnlich tief) lagen vor uns. Um 10 Uhr nachts kamen wir dann endlich
im Heimatdorf meines Bruders Tandala an.   GPS-Track Teil 1  -  GPS-Track Teil 2  -  GPS-Track Teil 3     

 Heute Morgen konnte ich mich an der Landschaft rund um
Tandala kaum satt sehen. Grüne Berge und Wälder soweit das Auge reicht.
Wunderschön. In der Morgenandacht wurde
ich den Mitarbeitern der örtlichen Diakoniestation vorgestellt und ich durfte
den afrikanischen Gesängen lauschen. Singen haben sie irgendwie im Blut.
Wenn es in Tansania Sommer ist, bedeutet dies gleichwohl die Regenzeit in 1800m
Höhe. Das heißt, so schön der Tag auch beginnt, heute waren es teilweise
25°-30°, irgendwann ziehen Gewitterwolken auf und dann geht’s ganz schnell.
Erst tröpfelt es, dann ergießt sich der Himmel für eine Stunde. Straßen verwandeln
sich in Bäche. Ein Naturschauspiel, das wirklich sehenswert ist.      

 Morgen geht es auf eine Wanderung auf die beiden Hausberge,
die Aussicht lässt sich von unten schon erahnen.   

 Noch ein ernüchternder Hinweis für alle Fotofans. Das
Fotografieren von Einheimischen ist hierzulande von selbigen nicht gerne
gesehen und nur sehr eingeschränkt machbar (Nachfragen oder heimlich knipsen),
daher werde ich wohl hauptsächlich Landschaftsaufnahmen und keine Bilder von
Einheimischen in ihren alltäglichen Lebenssituationen machen können. Ist so zu
akzeptieren. 

 Viele Grüße aus Tandala, 

 bis zum nächsten Eintrag. 

   

 Patrick      PS: Hier bin ich gerade:   
 ]]></description><pubDate>Fri, 19 Mar 2010 22:51:15 +0100</pubDate><category>Afrika</category></item></channel>
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